KRINKO aktualisiert Händehygiene-Empfehlungen

Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) hat ihre Richtlinie zur Händehygiene auf den neuesten Stand gebracht.

Das Papier enthält unter anderem Informationen zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion, zur Händewaschung, zu Hautschutz und -pflege sowie zu Anforderungen an Spender für Händedesinfektionsmittel und Handwaschpräparate. So empfiehlt die KRINKO, alkoholbasierte Desinfektionsmittel zu verwenden. Sollte zur Händedesinfektion ein Gel vorgezogen werden, sollte dies einen Ethanolgehalt von über 85 Prozent aufweisen. Von einem Zusatz von Stoffen wie Octenidinhydrochlorid und Triclosan rät die Kommission allerdings ab, da diese die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln nicht steigerten. Vielmehr erhöhten sie das Hautunverträglichkeitsrisiko.

Darüber hinaus definierte die KRINKO die zu desinfizierende Zone bei der Händedesinfektion: beide Handflächen und -rücken sowie die Finger und gegebenenfalls auch die Unterarme. Insbesondere Nagelfalze, Fingerspitzen und Daumen seien ausreichend zu desinfizieren. Hierzu verwendet werden sollte eine Desinfektionsmittelmenge, die gut in eine „Hohlhand“ passe. Das Tragen von Schmuck an Händen und Unterarmen sowie Nagellack und künstliche Nägel lehnt die Kommission ab, da dies eine sachgerechte Händehygiene beeinträchtige.

Außerdem empfiehlt die KRINKO, nach dem Ablegen von Einmalhandschuhen (steril/unsteril) die Hände zu desinfizieren. Vor oder nach einem Kontakt mit Gegenständen in der „unmittelbaren Patientenumgebung“, beispielsweise mit einem Beatmungsgerät, einem Bettgestell, einem Nachttisch oder einem sich am Patienten befindlichen Infusionssystem, sollte ebenfalls eine Händedesinfektion erfolgen. Allerdings sei nicht nur das Klinikpersonal für eine sachgerechte Händehygiene zu sensibilisieren. Gleiches gelte auch für pflegebedürftige Personen und deren Besucher. Um die Compliance zu stärken und Händehygiene zu leben, rät die KRINKO zu regelmäßigen Schulungen.

Zu den aktualisierten Empfehlungen: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/Downloads/Haendehyg_Rili.pdf

Quelle: „Die Schwester Der Pfleger“ 4/17, S. 28 ff.

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