Prophylaktisches MRSA-Screening steht für Qualität

Der Leiter des Zentrums für Hygiene und Infektionsprävention (ZHI) der Bioscientia, Georg-Christian Zinn, hat sich dafür ausgesprochen, vor allen größeren elektiven Operationen einen prophylaktischen MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)-Abstrich zu nehmen.

Denn komme es bei einem MRSA-kolonisierten Patienten nach einem größeren Eingriff zu einer Wundinfektion, versterbe daran durchschnittlich jeder fünfte Patient. Das zeigten amerikanische Studien, sagte der Facharzt für Hygiene im Interview in der Januar-Ausgabe der Pflegefachzeitschrift „Die Schwester der Pfleger“.

Für Kliniken sei eine prophylaktische Sanierung durchaus kosteneffektiv, was eine Erhebung der Uniklinik Münster mit 1.500 Patienten ergeben habe. Zwar entstünden durch die aufwendigen Maßnahmen zunächst zusätzliche Kosten. Allerdings gehe es um mehr als Geld. „Weniger Wundinfektionen bedeuten mehr Patientensicherheit, eine höhere Patientenzufriedenheit, weniger Rechtsstreitigkeiten und eine bessere Reputation des Krankenhauses“, so Zinn. Aktuell empfehle das Robert Koch-Institut das präoperative Screening noch nicht, aber die Kliniken fingen an, umzudenken.

Patienten, die operiert werden sollen, deren Kliniken aber ein prophylaktisches Screening nicht anböten, sollten gezielt nachfragen und sich „im Zweifelsfall auch selbst darum kümmern“. Generell gelte: „Ein MRSA-Abstrich vor einer größeren OP steht für Qualität, und Kliniken sind gut beraten, diese – auch auf eigene Kosten – sicherzustellen“, rät Zinn.

Quelle: „Die Schwester Der Pfleger“, 01/17, S. 38ff.

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