Fortschritt in der Medikamentenapplikation

Eine Vielzahl von Medikamenten wird in Form von Kurzinfusionen verabreicht. Durch technische Einschränkungen verbleibt ein nicht unwesentliches Restvolumen an Wirkstoff im Infusionsbehältnis bzw. der Infusionsleitung (Totraumvolumen). Das kann zu Unterdosierungen führen, die beispielsweise bei der Antibiotikavergabe für den Patienten nicht tolerierbar sind, eine Tatsache, die noch zu wenig als Problem erkannt wird.

Melsungen. Ziel der Antibiotic Stewardship-Programme im Krankenhaus sind die kontinuierliche Optimierung der antiinfektiven Therapien hinsichtlich der Auswahl der richtigen Substanzen, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer. Stark unterschätzt werden Probleme, die bei der Applikation entstehen können. Dazu zählen Ausfällungen bei Inkompatibilitäten von nacheinander durch ein System verabreichter Substanzen und auch verbleibende Wirkstoffe im Infusionssystem. „Gerade Restvolumen bei Antibiotikagabe führen zu subtherapeutischen Dosierungen, was großen Einfluss auf die Resistenzentwicklung hat“, erklärte Svenja Liebler auf dem Symposium für Intensivpflege in Bremen. Das gelte besonders für Substanzen mit geringer therapeutischer Breite wie Vancomycin oder Gentamicin. Liebler warnte vor einer Verharmlosung dieser Fehlerquellen. Ohne gravierende Veränderungen beim Einsatz von Antibiotika werde sich die Zahl der Todesfälle durch multiresistente Keime, die weltweit derzeit mit 700.000 Patienten pro Jahr angegeben wird, drastisch erhöhen.

Um Restvolumina bei Infusionen möglichst effektiv zu verhindern, riet Liebler zu Flush-Infusionssystemen mit Y-Verbindungen zur Vermeidung einer Kontamination. Auch beim Nachspülen müsse die vorgegebene Infusionsgeschwindigkeit beibehalten und etwaige Inkompatibilitäten mit anderen Substanzen und Lösungen beachtet werden. Manipulationen am Infusionssystem seien unter aseptischen Bedingungen durchzuführen.

B. Braun hat mit dem Intrafix SafeSet Flush eine derartige Infusionsleitung eingeführt, die gemeinsam mit einer Sekundärleitung (Intrafix Primeline Flush) problemlos die vollständige Medikamentenzufuhr ermöglicht. Damit kann das komplette System nach jeder Medikamentenapplikation gespült werden und der Patient erhält die Applikation vollständig verabreicht. Für die Gabe mehrerer Medikamente ist kein Umstecken des Infusionsgerätes mehr erforderlich. Das Intrafix SafeSet Flush bleibt am Patientenzugang konnektiert. Lediglich die Intrafix Primeline Flush Sekundärleitung wird nach der Verabreichung jedes einzelnen Arzneimittels ausgewechselt. Der Anschluss der Intrafix Primeline Flush Sekundärleitung an den nadelfreien Membrankonnektor Caresite schützt präventiv unter anderem vor chemischer Kontamination.

 

B. Braun Melsungen AG, Carl-Braun-Str. 1, D-34212 Melsungen

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