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Studie zeigt: Viele Krebspatienten werden übertherapiert

Patienten, die unheilbar an Krebs erkrankt sind, erhalten in ihrer letzten Lebensphase noch viele aggressive Behandlungen.

Das berichtet „BibliomedPflege“ unter Berufung auf Ergebnisse einer aktuellen Studie einer deutschen Universitätsklinik. Demnach bekamen die Betroffenen in den letzten 30 Lebenstagen noch Bluttransfusionen (39,5 Prozent), Chemotherapien (38,3 Prozent) oder Blutwäschen (16,9 Prozent). 31 Prozent der Patienten wurden der Erhebung zufolge sogar operiert, 10,5 Prozent wiederbelebt. Lediglich zehn Krebskranke (1,9 Prozent) bekamen laut der Studie eine notwendige palliative Versorgung über mindestens drei Wochen. Diese Zahlen zeigten einen „katastrophalen Umgang mit Sterbenskranken“, zitiert das Online-Portal den Wittener Palliativmediziner Matthias Thöns.

Der Vorsitzende des Palliativnetzes Witten kritisiert damit erneut die Behandlung Schwerkranker in deren letzten Lebensphase. Wie viel Therapie ein sterbender Mensch am Lebensende brauche, könne keinesfalls pauschal beantwortet werden, sagte Thöns in einem Interview in der März-Ausgabe der Pflegefachzeitschrift „Die Schwester Der Pfleger“. Allerdings müsse, wenn Heilung nicht mehr möglich sei, „offen“ über die Erfolgsaussichten der Behandlung wie auch deren Belastungen gesprochen werden, so der Palliativarzt.

Die aktuelle Studie fußt auf anonymisierten Daten von 532 verstorbenen Patienten mit malignen Tumoren sowie hämatologischen Krebserkrankungen.

Zur Originalstudie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28384214

Quelle: BibliomedPflege, 12.06.2017

https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/32451-studie-viele-krebspatienten-werden-uebertherapiert/

 

 

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